Die Aktionstage 2020

Frauenrechte sind Menschenrechte.
Sie sind unteilbar.

Frauenrechte sind Menschenrechte. Sie sind unteilbar.

Aufgrund der aktuellen Lage ist es nicht klar ob und wie geplante Veranstaltungen durchgeführt werden können,da alle Veranstaltungen fortlaufend an die neuen Covid-Bestimmungen und Regelungen angepasst werden.Bitte schauen Sie auch immer auf den Webseiten der Veranstalter*innen nach, ob und wenn ja in welcher Form die Veranstaltungen stattfinden werden.

Die Aktionstage "16 Tage - Stopp Gewalt gegen Frauen" rücken das Thema Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* in den Fokus. Dieses Jahr erinnern sie auch an die vor 20 Jahren von den Vereinten Nationen verabschiedete UN-Resolution 1325 "Frauen, Frieden und Sicherheit". Schutz vor Gewalt ist eine Kernforderung der Resolution. Doch wer Geschlechterungerechtigkeit langfristig bekämpfen will, darf Frauen nicht auf die Rolle schutzbedürftiger Opfer reduzieren. Frauen müssen selbst entscheiden können, was sie brauchen und wie sie leben möchten.

Die aktuelle Krise durch die Corona-Epidemie zeigt, wie durch ein Brennglas, die weltweiten gesellschaftlichen, ökologischen, kulturellen und politischen Missstände auf und verschärft diese. Auch die Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* nimmt, gerade im häuslichen Bereich, wieder zu. Trotz der Tatsache, dass häusliche Gewalt schon vor der Krise immer noch die häufigste Form von Gewalt gegen Frauen* war. Die Krise verdeutlicht zudem, wie sich sowohl das Wiedererstarken rückwärtsgewandter Rollenbilder und die Festigung patriarchaler Strukturen negativ und unterdrückend auf das Leben von Frauen* auswirken, als auch die Unterdrückung von Selbstbestimmung und eigenständigen Lebensweisen, die Verweigerung von Bildungschancen, die Zunahme sexistischen, rassistischen und rechten Gedankenguts, die Zunahme sexualisierter Gewalt, gerade auch im Zusammenhang mit Kriegen, Krisen und Flucht.

Vor diesem Hintergrund sind die Aktionstage und die öffentliche Debatte des Themas, gerade in dieser aktuellen durch Corona gekennzeichneten Krise, wichtiger denn je. Denn vielfach wird ausgeblendet, in welch erschreckender Weise und wie aktuell und allgegenwärtig Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* ist, gerade im Nahbereich und ganz unabhängig von Kultur, Nationalität und Schicht.

Die Aktionstage beginnen am 25. November, dem "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" und enden am 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte".
Die Freiburger Aktionstage gehen dieses Jahr bis zum 12. Dezember und werden von einem breiten Bündnis aus Frauen- und Menschenrechtsorganisationen getragen. Ziel ist, über die verschiedenen Formen und Auswirkungen der weltweit gegen Frauen* und Mädchen* ausgeübten Gewalt zu informieren, für das Thema zu sensibilisieren, das Bewusstsein darüber zu schärfen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Es geht dabei nicht nur um die Verurteilung der immer noch vorherrschenden Gewalt gegen Frauen, sondern auch um Ansätze und Hoffnungen, diese zu überwinden und zu einer Gesellschaft beizutragen, in der alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung ein friedliches, selbstbestimmtes und gutes Leben führen können.

Im Rahmen der diesjährigen Aktionstage können Sie wieder verschiedene Veranstaltungen und Aktionen besuchen, die ihrerseits unter der aktuellen Krise durch Corona stehen und deshalb vorwiegend als Online-Veranstaltungen durchgeführt werden.

Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen und Aktionen finden Sie unter www.16days-freiburg.de.
Die einzelnen Veranstaltungen werden von den verschiedenen Vereinen eigenständig durchgeführt und durch unterschiedliche Geldgeber*innen unterstützt.

Das Gesamtprogramm der diesjährigen Aktionstage wird gefördert von der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau der Stadt Freiburg.