Das Freiburger Aktionsbündnis 2017

"16 Tage - Stopp Gewalt gegen Frauen"

Das Freiburger Aktionsbündnis '16 Tage - Stopp Gewalt gegen Frauen' ist Teil der weltweiten Kampagne "16 Tage - gegen Gewalt an Frauen". Diese findet jährlich vom 25. November bis zum 10. Dezember statt, um die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzufordern.

Das Aktionsbündnis in Freiburg ist ein Zusammenschluss von 40 Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, der nun schon im 6. Jahr die Freiburger Aktionstage organisiert.

Ziel ist, das Thema 'Gewalt gegen Frauen' verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und über die verschiedenen Auswirkungen und Formen der weltweit gegen Frauen und Mädchen ausgeübten Gewalt zu informieren.

Die aktuellen Veröffentlichungen von sexuellen Belästigungen über die Kampagne "me too", zeigen einmal mehr, wie sehr Frauen immer noch Bedrohungen, Einschüchterungen und Übergriffen ausgesetzt sind. Sexuelle Gewalt gehört für sie leider weiterhin zum Lebensalltag, nicht nur im öffentlichen Raum: Häusliche Gewalt ist nach wie vor die am weitesten verbreitete Form der Gewalt gegen Frauen.

Zudem hat Gewalt gegen Frauen global viele Gesichter: Alltägliche sexuelle Anmache, ökonomische Ungleichheit und / oder Abhängigkeit vom (Ehe)Partner, Verweigerung von Bildungschancen, Verschleppung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, Zwangsheirat, Zwangsprostitution, sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen und Mädchen, sexuelle Ausbeutung von Frauen auf der Flucht. Immer handelt es sich dabei um eine Verletzung elementarer Menschenrechte.

Deshalb sensibilisiert auch in diesem Jahr ein umfangreiches Veranstaltungs- und Aktionsprogramm für das in der Öffentlichkeit immer noch stark tabuisierte Thema.

Die diesjährigen Freiburger Aktionstage stehen unter dem Motto "Frauen wollen in Würde und Sicherheit leben. Ohne Gewalt. Hier und weltweit". Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen stehen das Thema "Feminismus und der erstarkende Sexismus & Rassismus" sowie die Tatsache, dass "sexualisierte Gewalt im Kontext von (Bürger-)Kriegen, Flucht und Migration in den letzten Jahren immens angestiegen" (iz3w Heft 363) ist, im Mittelpunkt unserer Veranstaltungen und Aktionen.

Zum Programm in Freiburg gehören in diesem Jahr eine Fachtagung zu "Stalking und Häusliche Gewalt", zwei Filmabende - "Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen" und "Women without Men", ein Fachvortrag zu "Frau, Flucht und Gewalt", ein Vortrag mit Workshop zum Thema "Rassismus in feministischen Strukturen", eine Kunstausstellung "Frauen zeigen Farbe", ein Buchschaufenster, die Fahnenaktion "Frei leben ohne Gewalt", Gastro-Aktionen, Wen-Do Kurse, ein Fotovortrag zu "Frauen im Libanon", eine Lesung mit Carolin Emcke aus ihrem Buch "Gegen den Hass", Radiosendungen sowie ein Schwerpunktthema in der iz3w-Zeitschrift.

Den Auftakt der Aktionstage am 25. November bildet um 16 Uhr der Vortrag mit Diskussion und anschließender Begegnung und Austausch "Internationale Frauensolidarität macht stark – Bericht von der Weltfrauenkonferenz in Nepal" mit dem Länderbeispiel Libyen.

Zum Abschluss der Aktionstage am Tag der Menschenrechte am 10. Dezember findet um 11 Uhr, beginnend am Platz der Alten Synagoge, eine Fahrrad-Aktion unter dem Motto "Frauen in Bewegung – Wir erobern uns die Stadt" mit anschließendem Treffen im Feministischen Zentrum statt.